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Wie die Bahá'í-Religion entstanden ist
Die Baha'i-Religion hat ihren Ursprung in Persien im Jahre 1844. Ihre Entstehung kreist um drei zentrale Gestalten. Die erste ist der Kaufmann Mirzá ‘Alí-Muhammad (1819-1850), der sich Báb, d.h. "das Tor", nannte. Mit dieser Bezeichnung hob er den Hauptzweck seiner Mission hervor: den Weg zu bereiten. In seinen Lehren verkündete er, nach seinem Hinscheiden werde der Erzieher der ganzen Menschheit erscheinen. Nach sechs Jahren starb er am 9. Juli 1850 den Märtyrertod.

Die eigentliche Zentralgestalt ist Bah’u’lláh (1817-1892), dessen Geburtsname Mirzá Husayn ‘Áli war. Er erklärte im Jahre 1863 öffentlich, der in allen heiligen Büchern Verheißene zu sein. In ihm sehen die Baha'i die Verkörperung der Prophezeiungen, auch die Wiederkunft Christi "in der Herrlichkeit des Vaters".

An dritter Stelle ist, Abbás Effendi (1844-1921) zu nennen, der älteste Sohn Bahá’u’lláhs, der den Titel "Abdu'l-Bahá" ("Diener Bahá’u’lláhs") annahm. Mit neun Jahren wurde er zusammen mit seinem Vater verbannt. Nach mehr als fünfzig Jahren aus der Gefangenschaft entlassen, unternahm er ausgedehnte Vortragsreisen nach Afrika, Europa und Nordamerika. Er lebte das Beispiel eines vollkommenen Baha'i-Lebens und erläuterte die Lehre seines Vaters.

In seinem Testament ernannte er seinen Enkel Shoghi Effendi zum Hüter des Baha'i-Glaubens, zum geistigen Oberhaupt, der Baha'i. Shoghi Effendi verschied 1957. Nach den Verfügungen in den Schriften Bahá’u’lláhs wurde das erste "Universale Haus der Gerechtigkeit" durch die nationalen Körperschaften, die sogenannten Nationalen Geistigen Räte aus allen Teilen der Welt gewählt. Diese höchste Verwaltungskörperschaft des Glaubens hat ihren Sitz in Haifa, Israel.